Der Wunsch Gitarre zu spielen kam schlagartig als ich Jimi Hendrix das erste Mal hörte, das war etwa mitte 1967. Er brachte eine meiner Seiten zum Schwingen und das ziemlich heftig. 1968 war es dann soweit, ich bekam eine, eine Gitarre. Nichts Besonderes, eine für 59 DM von Quelle. Sie war auf jedenfall besser als der Eierschneider, dem ich immerhin das Thema von "Pictures of matchstikes man" von Sta-
tus Quo entlockte. Groß war der Einfluß von Gitarrenmusik den Künstler wie Bob Dylan,
The Beatles, Eric Clapton, Simon and Garfunkel etc. auf mich ausübten. Wo und wie lernt man so etwas spielen? Es hieß: "Lern erstmal richtig Gitarrespielen", und damit war immer klassische Gitarre gemeint, doch der Zugang zur klassischen Musik war erst-
mal durch meine Musiklehrer gründlichst verbaut worden. Was Rockmusiker leisteten
war nichts wert  und damit auch kein Unterrichtsthema. Gitarrenschulen für Rockmusik
lagen in weiter Ferne, soweit in der Ferne, daß sie völlig unsichtbar waren. Aber es gab
Kumpels die so dies und das auf Lager hatten, und sie gaben es  weiter. Jahre vergingen, dann fiel mein Augen- und Ohrenmerk auf Frank Zappa. Hatte ich schon längst ins klassische Lager geblickt, z. B. zu Bach, eröffnete mir Zappas Umgang mit Musik auch den ganzen spannenden Rest bis in die Moderne und natürlich auch zum Jazz.
Mir ein Rätsel, wie man  eine Richtung hört und alles andere als uninteressant abtun kann, unglaublich, naja, muß jeder selbst wissen, mein Weg ist und war das nie.
Die Schule mußte noch gemeistert werden, dann die Uni (Göttingen). Während des Studiums war ich Gitarrendozent an der Kasseler Volkshochschule und zwar bis 1983
und spielte und spielte bis 1978 in einer Rockcombo namens "Fair-Lane-Band". Nach abgeschlossenem Hochschulstudium der Sozialwissenschaften hatte die Gitarre restlos Besitz von mir ergriffen, was tun? Zurück zur Uni kam nicht infrage, kurzum, es stand nur der einsame Weg des Autodidakten zur Debatte, schien mir auch am interessantesten. Geld verdiente ich mit Taxifahren, mitte der Achtziger bestand die Belegschaft der Nachtschicht aus ca. 30 Prozent Akademikern mit und ohne Abschluß, nun, ich hatte einen, was mir dann beim Taxifahren  nicht soviel brachte. Immerhin konnte ich in den langen Nachtschichten üben, Taxifahren bestand aus 85 Prozent Warten. 1989 wechselte ich zur Musikschule Wilhelmshöhe, 1991 trat Christine Lachmann in mein Leben, mit ihr verbunden 1992 unser Sohn Paul, 1996 eröffnete ich meine eigene Gitarrenschule, 1997 vergrößerte sich unsere Familie, Luis wurde geboren, 1999 übernahm ich die Leitung der Gitarren-AG an der Grundschule-Harleshausen (Kassel), schätzungsweise sind etwa ein Drittel der Harleshäuser Kinder ab 8 Jahren noch bei mir im Unterricht oder waren es einmal. In den 70igern war ich Dozent im John-F-Kennedy-Haus, die "Kinder" müßten jetzt um die 40 sein. Wie die Zeit vergeht..... 2000 war ich Gründungsmitglied der Künstlergruppe "Station15", welche immernoch ihren Auftrittsraum in der Goethe-Anlage hat, zahlreiche Auftritte folgten, 2001 traf ich auf das "Studio-improvisierte-Musik" von dem Schlagzeuger Uli Vogeltanz. Wir arbeiten nach wie vor in unterschiedlichen Besetzungen zusammen.
Ab Mai 2007 bis Februar 2008 arbeitete ich mit dem Experimental-Jazz-Quartett "Trennfrequenz" zusammen, Thomas Tkacz - Sax, KP Winter - Stick und Bass, Christian Friedrich - Schlagzeug und Wolfgang Rennert - Git. Ein Jahr später beendeten wir diese Verbindung. "Trennfrequenz" existiert in neuer Besetzung nach wie vor. Mit KP Winter und Uli Vogeltanz passieren immer wieder großartige Improvisationsabenteuer, und daß wird hoffentlich noch lange so bleiben.                                                                     Seit April 2009 arbeite ich mit Philip Wipfler, ein aus München kommender Doppel-bassist und Karl Degenhardt, ein immerwieder aus Reichensachsen anreisender Schlagzeuger, im "Wolfgang-Rennert-Trio" zusammen. Improvistion und Kompostion sind die tragenden Elemente unserer Fusion-Musik. "Rozz" ist eine Soundbeschreibung die man sich merken sollte. Ro von Rock und zz von Jazz.                                         Im Dezember 2010 schied Philip Wipfler aus dem Trio aus. An seine Stelle trat       Manuel Groh aus Kassel. Das Wolfgang-Rennert-Trio liegt seit Februar 2011 auf Eis, es wird in neuer Besetzung 2012 fortgeführt. Leider wird Karl Degenhardt nicht mehr dabei sein.